Die Besten im Südwesten

Mit zwei deutlichen Siegen gegen den amtierenden Meister aus Mainz haben die Kaiserslautern Bears ihre Aufstiegsambitionen am Sonntag eindrucksvoll untermauert und führen die Tabelle weiter ungeschlagen an. Beim 13:1 und 17:8 machten die Westpfälzer deutlich, dass der Weg zum Titel in dieser Saison nur über Kaiserslautern führt.

Gegen die in Bestbesetzung angetreten Lauterer Bären hatten die Athletics im ersten Spiel nicht den Hauch einer Chance. „Wir sind im ersten Spiel genau so aufgetreten, wie ich mir das vorgestellt habe. Alle haben einen guten Job gemacht“, lobte Spielertrainer Mike Göring, der nur zwei Treffer zuließ und zehn Spieler mit einem Strike Out zurück auf die Bank schickte. Die Bears setzten den gegnerischen Werfer von Beginn an unter Druck, trafen hochprozentig und sicherten sich zahlreiche Freiläufe. Obwohl bei den Platzherren mit Dan Lensch, Chris Holley, Micah Begley und Alex Torres gleich vier US-Amerikaner in der Startaufstellung standen, waren es zunächst die Eigengewächse wie Tim Herzhauser, Andreas Förster und Göring, die der Partie ihren Stempel aufdrückten und eine große Aktie an der schnellen 4:0-Führung hielten. Mit vier Treffern bei vier Versuchen stach Herzhauser aus dem starken Kollektiv heraus. Der 17-jährige erzielte obendrein drei Runs und brachte den Punkt zum 9:1 ins Ziel. Für das Glanzlicht des Tages sorgte allerdings Torres, der den Ball kurz darauf bei voll besetzten Bases über den Zaun jagte und damit auf einen Schlag vier Punkte ins Ziel brachte. Mit seinem Grand-Slam-Homerun krönte der Allrounder die bärenstarke Leistung seiner Mannschaft, die sich mit dem 13:1-Sieg eindrucksvoll für die Endspielniederlage im vergangenen Jahr revanchierte. Die überdurchschnittlich gut bestückte Bank an diesem Tag veranlasste den Trainer im zweiten Spiel dazu, gleich fünf Änderungen in der Startaufstellung vorzunehmen. Lauterns neuer Werfer Torres hatte zunächst große Mühe, die gegnerischen Schlagleute im Zaum zu halten und ließ im ersten Abschnitt insgesamt drei Punkte zu. Durch zwei krachende Homeruns von Begley und Torres glückte den Bears im Nachschlagen zwar der Ausgleich, aber die Athletics schlugen umgehend zurück und gingen abermals in Front (5:3). Die passende Antwort der offensivstarken Gastgeber ließ nicht lange auf sich warten, nach drei von sieben Abschnitten stand es 7:5. „Wir haben im Feld nicht mehr so gut gestanden wie im ersten Spiel, waren aber extrem treffsicher“, analysierte Göring, der Torres auf dem Wurfhügel ablöste und elf der letzten 19 Mainzer Batter im Alleingang auf die Bank schickte. Torres, Kalbheim, Will (je 2 RBI) und Holley sorgten dafür, dass die Lauterer ihren Vorsprung bis zum Ende des sechsten Innings auf 17:8 ausbauten und ihren Erzrivalen ein weiteres Mal in die Schranken wiesen. „Wir haben am Sonntag in Dudelange zwei sehr schwere Spiele vor uns“, richtete Lauterns Trainer den Blick in der Stunde des Triumphes sogleich auf die Herkulesaufgabe bei den ebenfalls noch ungeschlagenen Luxenburgern, die als extrem heimstark gelten.  

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