Beeindruckende Erfolgsserie

Die Kaiserslautern Bears haben ihre beeindruckende Erfolgsserie gegen die Speyer Turtles fortgesetzt und grüßen weiter ungeschlagen von der Tabellenspitze der Baseball-Verbandsliga Südwest.

Die Art und Weise, wie der Spitzenreiter die vom Abstieg bedrohten Domstädter am Sonntag vom Lauterer Erbsenberg fegte, war außerordentlich beeindruckend: Beim 15:0 und 16:1 entschied die Mannschaft von Spielertrainer Mike Göring beide Spiele vorzeitig für sich. Nur die sogenannte Gnadenregel, die besagt, dass ein Spiel als verloren gilt, wenn der Rückstand nach vier von sieben Abschnitten 15 Punkte oder mehr beträgt, ersparte den Gästen höhere Niederlagen. Nachdem Starting Pitcher Damian Kriebus Mitte des ersten Spiels von einem Ball getroffen wurde und verletzt vom Platz musste, waren die Wechselmöglichkeiten der nur zu zehnt angereisten Speyerer bereits erschöpft. „Dafür, dass wir mit dem letzten Aufgebot hier angetreten sind und drei Spieler auf dem Feld standen, die erst dieses Jahr mit dem Baseballspielen begonnen haben, haben wir ordentlich verteidigt. Kaiserslautern war am Schlag deutlich stärker als wir, dem hatten wir nichts entgegenzusetzen“, analysierte Turtles-Coach Frank Brzoska, der sich als fairer Verlierer zeigte. Bears-Werfer Mike Göring hatte die gegnerischen Schlagleute voll im Griff, ließ beim 15:0-Erfolg keinen Treffer zu und gab keinen Freilauf ab. Gelingt es einem Pitcher, dass während des gesamten Spiels kein gegnerischer Spieler die erste Base erreicht, bezeichnet man diese Leistung als Perfect Game. Den Grundstein zum Kantersieg legten die Bears bereits im ersten Inning, das sie nach Treffern von Micah Begley, Chris Holley, Alex Torres, Andreas Förster und Göring mit 5:0 für sich entschieden. Mit drei Treffern, darunter ein spektakulärer Schlag über den Zaun, stach Torres neben Göring aus dem starken Kollektiv hervor. Obwohl Nachwuchs-Werfer Mike Burgin zu Beginn der zweiten Partie bei voll besetzten Bases gleich enorm unter Druck stand, behielt der 16-jährige die Nerven und ließ im Zusammenspiel mit der gut postierten Feldverteidigung nur einen Punkt zu. Mit einem  sehenswerten Homerun brachte Lauterns Frank Histing seine Farben im Gegenzug mit 3:1 in Front. Auch Creighton Holley und der bärenstarke Micah Begley jagten den Ball im weiteren Spielverlauf über den Zaun, was den Lauterern fünf weitere Runs bescherte. Apropos Begley: Der US-Amerikaner war beim 16:1 der beste Mann auf dem Platz, erzielte bei vier Versuchen vier Treffer, brachte sechs Runner ins Ziel und punktete zweimal selbst und verteidigte fehlerlos. Dass die Mannschaft in der aktuellen Verfassung auch eine Liga höher ein ernstzunehmender Gegner sein würde, steht außer Frage. Im zweiten Jahr nach dem Regionalliga-Abstieg präsentiert sich der amtierende Vizemeister stark wie nie und scheint sich auf dem Weg zum Titel nur selbst stoppen zu können. Ein Pfund mit dem die Westpfälzer wuchern können, ist neben ihren Werfern die starke Bank. Dass Göring jeden Spieler eins zu eins ersetzen kann, war nicht immer so und könnte im Kampf um die Meisterschaft ein entscheidender Vorteil sein. (kkm)   

 

 

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